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Archive for the ‘Intermediate’ Category

pigrace

„Wer steht besser?“ – „Wie viel?“ – „Reicht der Vorteil für eine Verdopplung?“ – „Kann ich als Underdog die Verdopplung annehmen?“ Dies sind wohl die Fragen, die sich der Backgammonspieler am häufigsten während eines Spiels stellen muss – zumindest dann, wenn er mit dem Verdopplungswürfel spielt und nicht den Merksatz vergisst: „Every roll is a cube decision“.

Das erste und wichtigste Kriterium, um auf die richtige Antwort und damit zur korrekten Entscheidung mit dem Verdopplungswürfel zu kommen, ist die Frage, wer im Rennen vorn ist. Denn im Backgammon gewinnt bekanntlich der Spieler, der zuerst alle seine Steine, an den gegnerischen Steinen vorbei, in sein eigenes Heimfeld und schließlich ausgespielt hat. Und da ist zunächst mal im Vorteil, wer im Rennen vorn ist – denn er ist mathematisch näher am Sieg als sein Gegner.

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Die Bedeutung der Adelsgeschlechter nimmt immer mehr ab. So auch die des Pipcounts bzw. der Fähigkeit diesen im Spiel zügig und genau zu ermitteln. Verwöhnt von der Pipcount Anzeige beim Online Spiel oder dem Trainining mit Backgammon Software, verzichten viele Spieler live auf diese Information oder begnügen sich mit einer groben Einschätzung (vgl. „Ein fauler Count“). Und wenn der alte Graf dann doch einmal geweckt werden muss, dauert es eine ganze Weile bis er sich gesammelt hat.

Der Stammbaum des Pipcounts ist einigermaßen umfangreich: Cluster Count, Quadrant Crossover Count, Half Crossover Count, Naccel Count, … I Lost Count. Was selten berücksichtigt wird, ist, dass man je nach Position anders zählen kann. Z.B. zähle ich ein Rennen anders als ein Haltespiel. Im Rennen benötige ich neben der Differenz der Pipcounts auch die absolute Länge des Rennens um meine Schlüsse für Doppleraktionen etc. ziehen zu können. Im Haltespiel ist das nebensächlich. Mir reicht zu wissen, ob mein Vorsprung größer als 20 Pips ist um eine gute Dopplerentscheidung treffen zu können. Es gilt also zu unterscheiden zwischen relativem und absolutem sowie genauem und ungenauem Pipcount.

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„Das Nilpferd Nils lebt mit seinen Eltern an einem Wasserloch. Neben dem Wasserloch steht ein großer gerader Baum.

Nils liebt kleine glitschige Schnecken mit ihren bunten Häuschen. Darum siebt er den ganzen Tag den gelben Sand rund um das Wasserloch.

Manchmal klettert er auf den Baum und hält mit seinem in der Sonne blitzenden Fernglas Ausschau nach Schnecken.

Aber da sieht er immer nur ein dickes graues Nilpferd im Wasser und ein dickes graues Nilpferd an Land. Und manchmal eine gescheckte Schlange, die sich die Zähne putzt.

Dann klettert das Nilpferd Nils von seinem Baum um mit der Schlange fangen zu spielen. Und manchmal sitzen sie abends alle gemeinsam im Sand und spielen Doppelkopf.“

 

Doppelkopf? Nicht wenigstens Backgammon? Was hat diese wirre Geschichte hier im Backgammon Blog verloren? Ein Aprilscherz?

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Im Backgammon gibt es ca. 2^64 mögliche Positionen*. Wenn wir aus einem 80g Din-A4 Blatt 10 Karteikarten erstellen, benötigen wir für einen Ausdruck grob 1,5*10^14 Tonnen Papier. Selbst wenn unser Drucker 100 Seiten pro Sekunde ausspuckt, würde der Auftrag knapp 60 Milliarden Jahre dauern. Das dürfte den Ehrgeiz eines durchschnittlichen Backgammon Spielers überfordern.

Welche Positionen sollte man also auswählen? Was sind die Merkmale einer guten Referenzposition? Machen Sie nicht den Fehler Ihre spärliche Zeit mit den falschen Positionen zu verplempern!

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Eigentlich will ich diesen Artikel schon seit einer Ewigkeit schreiben, aber ich war wohl immer zu faul. Das kommt Ihnen bekannt vor? Dann sind Sie also auch kein Fan von Pipcount und Co? Anstatt gar keinen Pipcount zu machen, könnten Sie mal versuchen Halbwürfe zu zählen:

Position 1: Einteilung in Sektoren nach Halbwürfen

Wir nehmen an, dass der Spieler, der als Erster seine Steine im Heimfeld versammelt hat, anschließend das Rennen gewinnen wird. Diese Annahme wird dann falsch, wenn die Verteilung der Steine im Heimfeld bei den Spielern sehr unterschiedlich ist. Bei langen (und das sind die anstrengenden) Pipcounts ist das aber noch nicht absehbar und spielt darum keine Rolle.

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Training
Andreas Humke sagte in einem Interview mal, für ihn wäre das Wichtigste jeden Tag mindestens ein 5 Punkte Match zu spielen. Ein weiser Ratschlag, den man relativ leicht in die Tat umsetzen kann. Und ein erster Schritt zu einem Trainingsplan. Im Leistungssport geht heute gar nichts mehr ohne eine gute Jahres-, Monats- und Wochenplanung. Aber auch im Backgammon kann es helfen ein wenig Struktur in den eigenen Lernprozess zu bringen. Und der Jahreswechsel ist doch immer eine gute Zeit sich soetwas vorzunehmen.

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Legen Sie sich schon mal den Besteckkasten zurecht: Jetzt wird seziert! In „Debugging Backgammon“ haben wir gesehen, wie man eine Position zerpflückt. Nun ist es Zeit ein ganzes Match in seine Bestandteile zu zerlegen.

Der übliche Verlauf einer Matchanalyse ist: Match Datei importieren, vom Programm analysieren lassen, Fehlerrate anschauen, schlimmsten Blunder anschauen, mit der flachen Hand gegen die Stirn schlagen und nächstes Match beginnen. Ich möchte hier einen effektiveren Weg vorstellen.

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