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Der Hype um die Backgammon Software eXtreme Gammon scheint nicht abreißen zu wollen und das zu Recht: Einfache Bedienung verbunden mit großem Funktionsumfang, hohe Spielstärke bei noch höherer Geschwindigkeit, Analyse und Rollouts im Hintergrund uvm. machen eXtreme Gammon zur ersten Wahl unter den Backgammon Bots. Seit Version 1.10 verfügt XG auch über ein der Snowie Fehlerrate equivalentes Performance Rating, womit der letzte Schwachpunkt des Programms ausgeräumt sein dürfte.

Im folgenden Screencast möchte ich an den Artikel Matchanalyse Reanalysiert anknüpfen und die dort vorgestellte Methodik mit eXtreme Gammon durchspielen. Eine Matchanalyse im Schnelldurchlauf. Es ist empfehlenswert den Artikel zur Matchanalyse vorher zu lesen.

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pigrace

„Wer steht besser?“ – „Wie viel?“ – „Reicht der Vorteil für eine Verdopplung?“ – „Kann ich als Underdog die Verdopplung annehmen?“ Dies sind wohl die Fragen, die sich der Backgammonspieler am häufigsten während eines Spiels stellen muss – zumindest dann, wenn er mit dem Verdopplungswürfel spielt und nicht den Merksatz vergisst: „Every roll is a cube decision“.

Das erste und wichtigste Kriterium, um auf die richtige Antwort und damit zur korrekten Entscheidung mit dem Verdopplungswürfel zu kommen, ist die Frage, wer im Rennen vorn ist. Denn im Backgammon gewinnt bekanntlich der Spieler, der zuerst alle seine Steine, an den gegnerischen Steinen vorbei, in sein eigenes Heimfeld und schließlich ausgespielt hat. Und da ist zunächst mal im Vorteil, wer im Rennen vorn ist – denn er ist mathematisch näher am Sieg als sein Gegner.

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Richtig Dopen

Mein Name ist Thomas und ich bin Kaffeejunkie. Vermutlich übrigens nicht der einzige in der Backgammon Szene. Überhaupt scheint Kaffee – traut man den Zahlen des Deutschen Kaffeebundes – in unseren Landen ein beliebtes Gesöff zu sein.

Aktuell mein Favorit: Sant’Angelo solo robusta. Männerkaffee. Enthält ungefähr dreimal so viel Koffein wie der ach so aromatische Arabica. Welcher Backgammon Spieler braucht schon Aroma? Also etwas präziser: Mein Name ist Thomas und ich bin Koffeinjunkie.

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Count Pip

Die Bedeutung der Adelsgeschlechter nimmt immer mehr ab. So auch die des Pipcounts bzw. der Fähigkeit diesen im Spiel zügig und genau zu ermitteln. Verwöhnt von der Pipcount Anzeige beim Online Spiel oder dem Trainining mit Backgammon Software, verzichten viele Spieler live auf diese Information oder begnügen sich mit einer groben Einschätzung (vgl. „Ein fauler Count“). Und wenn der alte Graf dann doch einmal geweckt werden muss, dauert es eine ganze Weile bis er sich gesammelt hat.

Der Stammbaum des Pipcounts ist einigermaßen umfangreich: Cluster Count, Quadrant Crossover Count, Half Crossover Count, Naccel Count, … I Lost Count. Was selten berücksichtigt wird, ist, dass man je nach Position anders zählen kann. Z.B. zähle ich ein Rennen anders als ein Haltespiel. Im Rennen benötige ich neben der Differenz der Pipcounts auch die absolute Länge des Rennens um meine Schlüsse für Doppleraktionen etc. ziehen zu können. Im Haltespiel ist das nebensächlich. Mir reicht zu wissen, ob mein Vorsprung größer als 20 Pips ist um eine gute Dopplerentscheidung treffen zu können. Es gilt also zu unterscheiden zwischen relativem und absolutem sowie genauem und ungenauem Pipcount.

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Man kann es nicht anders sagen: Computer spielen heutzutage ganz passabel Backgammon – um nicht zu sagen „perfekt“. Perfekt spielen sie aber nur gegen einen perfekten Gegner. Der armselige Mensch hat die Schwäche Fehler zu machen. Der armselige Mensch hat aber auch die Stärke die Schwächen des noch armseligeren Menschen für sich nutzen zu können. Dazu als Beispiel eine viel diskutierte Position aus dem Match zweier ganz und gar nicht armseliger Menschen, dem Weltmeisterschaftsfinale von 2009. Am Brett der Weltmeister von 2008, Lars „Trabbi“ Trabolt aus Dänemark, und der amtierende Weltmeister, Masayuki „Mochy“ Mochizuki aus Japan:

Der Spielstand ist: Lars Trabolt 14, Masayuki Mochizuki 21 (Match auf 25 Punkte)

Mochy (Schwarz) am Wurf. Doppleraktion?

+-24-23-22-21-20-19-+---+-18-17-16-15-14-13-+
|  '  ' 2X 1X 2O 3X |   | 2X 2X  '  '  ' 3O |
|                   | 1X|                   |
|                   | 1 |                   |
| 2O  ' 1O 1X  ' 3O |   | 1O 3O  '  '  ' 3X |
+--1--2--3--4--5--6-+---+--7--8--9-10-11-12-+

Pipcounts: Lars Trabolt 143, Masayuki Mochizuki 133
Position ID: LLfBAUIT18EBAw Match ID: cAkgA+AAqAAA

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Nilpferd Nils

„Das Nilpferd Nils lebt mit seinen Eltern an einem Wasserloch. Neben dem Wasserloch steht ein großer gerader Baum.

Nils liebt kleine glitschige Schnecken mit ihren bunten Häuschen. Darum siebt er den ganzen Tag den gelben Sand rund um das Wasserloch.

Manchmal klettert er auf den Baum und hält mit seinem in der Sonne blitzenden Fernglas Ausschau nach Schnecken.

Aber da sieht er immer nur ein dickes graues Nilpferd im Wasser und ein dickes graues Nilpferd an Land. Und manchmal eine gescheckte Schlange, die sich die Zähne putzt.

Dann klettert das Nilpferd Nils von seinem Baum um mit der Schlange fangen zu spielen. Und manchmal sitzen sie abends alle gemeinsam im Sand und spielen Doppelkopf.“

 

Doppelkopf? Nicht wenigstens Backgammon? Was hat diese wirre Geschichte hier im Backgammon Blog verloren? Ein Aprilscherz?

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Referenz Effizienz

Im Backgammon gibt es ca. 2^64 mögliche Positionen*. Wenn wir aus einem 80g Din-A4 Blatt 10 Karteikarten erstellen, benötigen wir für einen Ausdruck grob 1,5*10^14 Tonnen Papier. Selbst wenn unser Drucker 100 Seiten pro Sekunde ausspuckt, würde der Auftrag knapp 60 Milliarden Jahre dauern. Das dürfte den Ehrgeiz eines durchschnittlichen Backgammon Spielers überfordern.

Welche Positionen sollte man also auswählen? Was sind die Merkmale einer guten Referenzposition? Machen Sie nicht den Fehler Ihre spärliche Zeit mit den falschen Positionen zu verplempern!

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